News

© Thomas Briner
10.12.2019

Dusty, Chilli und Busella brachten dem Naturmuseum in Solothurn über 500 Mäuse!

Damit lieferten die Katzen wertvolle Daten für den Säugetieratlas der Schweiz und wichtige Grundlagen für den Schutz und die Förderung von Nagern und Insektenfressern. Aktuell ist der Schlussbericht zum Projekt "Zeig mir Deine Maus, Katze!" erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

© stadtwildtiere.ch
05.12.2019

In der Schweiz leistete im Jahr 2016 laut dem Bundesamt für Statistik fast 43% der Bevölkerung Freiwilligenarbeit und generierten zusammen mit Haus- und Familienarbeit einen geschätzten Geldwert von 408 Milliarden Franken.

Auch bei den Projekten StadtWildTiere und Wilde Nachbarn sind die motivierten freiwilligen Helfer und Helferinnen eine grosse Stütze. Sie tragen dazu dabei, Beobachtungen von Wildtieren zu sammeln und ermöglichen die Durchführung von grösseren Projekten.

Anlässlich des Tages der Freiwilligen möchten wir uns ganz herzlich bei allen denen bedanken, die sich in ihrer Freizeit für StadtWildTiere und Wilde Nachbarn engagieren!

 

21.11.2019

Hermelin im Winterfell (© Frank Fichtmüller/Fichtmueller-Tierfoto.de)

Flink, neugierig, den Grossteil des Lebens unterirdisch verbringend, Mäusevernichter und kleinster Vertreter unserer Raubtiere – die Rede ist vom Wiesel. Genau betrachtet handelt es sich eigentlich um zwei Arten: nämlich dem Hermelin und dem Mauswiesel.

Aber wer genau ist wer? Die beiden Arten leben so sehr versteckt, dass man sie selten zu Gesicht bekommt. Wer das Augenmerk auf den Schwanz richtet, wird schnell fündig. Denn dieser verrät, um wen es sich handelt.

Die Wanderausstellung «Hermelin und Mauswiesel» mit vielen attraktiven Objekten und interaktiven Stationen ist ab sofort und bis zum 1. Juni im Solothurner Naturmuseum zu sehen.

19.11.2019

Susanne Baumann von Urech Outdoorbekleidung zieht die Wettbewerbsgewinner. (© zvg Naturmuseum Solothurn)

Über 50 Beobachtungsmeldungen von Eichhörnchen sind über die Seite solothurn.wildenachbarn.ch und beim Naturmuseum Solothurn im letzten halben Jahr eingegangen. Sowohl unter den Meldungen mit Fotobeleg wie auch unter den reinen Beobachtungsmeldungen wurden attraktive Preise verlost. Die Ziehung der Wettbewerbsgewinner fand bei unserem Hauptpreissponsor Urech Outdoorbekleidung Lyss statt.

Wir gratulieren den Wettbewerbssiegern Sophia Knecht (mit Bild) und Catherine Krügel (Beobachtung) sowie allen weiteren Gewinnern und danken für die fleissige Beobachtungsmeldung.

09.11.2019

Ausgehend von der Rückkehr der Wölfe in die Schweiz geht der Dokumentarfilm auf Spurensuche, um dieses missverstandene, intelligente und soziale Raubtier näher kennen zu lernen. Er geht den zentralen Fragen nach: Wer ist der Wolf, wie und wo lebt er? Welche Aufgabe hat er in unserem Ökosystem? Können wir mit ihm zusammen leben? Woher stammt die Angst vor dem Wolf?
Die filmische Reise führt von der Schweiz via Deutschland, Österreich nach Osteuropa und Nordamerika, wo frei lebende Wolfsrudel seit jeher existieren. Die dortigen Experten verfügen über Wissen und Erfahrungen, von denen die Schweiz profitieren kann. Betroffene Schafshirten bringen ihre Sichtweise ein.
 
Idee // Buch // Regie : Thomas Horat
Kamera : Luzius Wespe
Ton : Thomas Horat
Schnitt : Guido Henseler
Musik : Artra Trio, Musik im Abspann: C. Gibbs
Tonschnitt // Mischung // Sounddesign : Oswald Schwander
Rerecording Mixer : Jörg Höhne +++ Oswald Schwander
Produktion : Settebello Film GmbH +++ Verleih : mythenfilm
 

Webseite zum Film

Trailer zum Film

31.10.2019

Erdhummel (© Cornelia Hürzeler / stadtwildtiere.ch)

In einer neuen Studie, publiziert am 31. Oktober 2019 im renommierten Wissenschaftsjournal Nature, wird für den Zeitraum von 2008 bis 2017 ein erschreckender Rückgang der Insekten nachgewiesen. Besonders stark ist der Rückgang in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo zwischen 2008 und 2017 die Biomasse der Insekten um 67%, die Anzahl Individuen pro Art um durchschnittlich 78% und die Anzahl der Arten um 34% abnahm. Ein drastischer Rückgang sowohl der Biomasse (41%) als auch bei der Anzahl Arten (36%), nicht aber in der Individuenzahl pro Art, war auch in Waldgebieten zu verzeichnen. 

Die Daten wurden in drei Regionen Deutschlands erhoben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener deutscher und schweizer Forschungseinrichtungen ausgewertet und diskutiert. Die deutlichen Resultate dürften auch auf die Verhältnisse in anderen mitteleuropäischen Gebieten übertragbar sein.

Der Rückgang der Insekten ist nicht nur für diese selber gravierend, Insekten bilden auch die Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere und spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Kulturpflanzen. 

Link zum Abstract der Publikation

20.10.2019


Admiral (© Elisabeth Michel / stadtwildtiere.ch)

Ein mit einer illegalen Substanz verunreinigtes Spritzmittel aus der Landi mit Namen Pirimicarb hat Hunderttausende Bienen in der Schweiz getötet. Ein Aargauer Imker hatte kürzlich der Polizei gemeldet, dass seine 24 Bienenvölker, rund 600'000 Bienen, auf mysteriöse Weise innert Tagen gestorben seien, berichtet die «SonntagsZeitung». Dem - wie in der Sonntagszeitung geschrieben steht - "harmlosen" Insektizid gegen Blattläuse war ein illegaler Stoff beigemischt.

Was in den Zeitungsartikeln nicht erwähnt wird: das Gift hat sicher nicht nur Honigbienen getötet, sondern auch viele andere Insekten. 

Artikel in der Sonntagszeitung vom 20. Oktober 2019

10.10.2019


Jungwöfe am Piz Beverin ( © Pius Furger)

Am 4. Oktober 2019 verfügte der Kanton über die Regulierung des Wolfsrudels rund um den Beverin. Am Wochenende vom 6./7. hat die Wildhut zwei Jungwölfe erlegt, wie das Amt für Jagd und Fischerei, Kanton Graubünden am 10.10.2019 in einer Medienmitteilung bekanntgab.

Die Tiere werden nun im Tierspital der Universität Bern untersucht und an der Universität Lausanne genetisch identifiziert. Solange der Vollzug der Bestandesregulation andauert, werden keine weiteren Details zu Ort und Zeit der Aktionen bekannt gegeben. Das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) wird periodisch über das Fortschreiten der Umsetzung informieren.

Das AJF wurde beauftragt, insgesamt vier Jungwölfe im Streifgebiet des Beverinrudels zu entnehmen. Dieses Streifgebiet wird begrenzt durch Hinterrhein, Vorderrhein, Glenner, Valserrhein und die Linie Vals – Bärenhorn – Nufenen. Im Rudel waren 2019 7 Jungwölfe beobachtet worden. 

Im Frühsommer 2019 gelang Pius Furger in der Region Heinzenberg-Safiental-Piz Beverin spektakuläre Aufnahmen der spielenden Jungwölfe (aus gebührender Distanz mit einem Teleobjektiv). Im Verlauf des Sommers zog das Rudel um, wie dies bei Wolfsrudeln einige Wochen nach der Geburt der Jungwölfe üblich ist.

Filmaufnahmen von Pius Furger, online in einem Artikel der Zeitung Südostschweiz 

08.10.2019

Die Reform des Jagdgesetzes, welche das Parlament in der Herbstsession 2019 gutgeheissen hat, wird voraussichtlich 2020 an die Urne kommen. Das neue Gesetz will den Schutz wildlebender Tiere in der Schweiz lockern. So soll der Bundesrat künftig bisher geschützte Arten wie Biber, Luchs, Wolf, Fischotter, Graureiher, Gänsesäger, Steinadler & Co. als regulierbar einstufen können. Anstatt Schutzmassnahmen zu ergreifen, sollen «problematische» Wildtiere präventiv dezimiert werden dürfen, um allfällige Schäden zu verhindern.

Kanton können neu über die Dezimierung entscheiden

Von den Natur- und Tierschutzorganisationen als besonders problematisch beurteilt, sollen künftig die Kantone in Eigenregie über das Dezimieren von sogenannten "Problemtieren" oder "Problempopulation" entscheiden dürfen, trotz deren Schutzstatus. Die Gegner des neuen Jagdgesetzes weisen darauf hin, dass bereits heute der Bund die Dezimierung von Problembeständen erlauben kann, wie aktuell der Abschuss von 4 Jungwölfen im Kanton Graubünden zeigt. In diesem Punkt das Gesetz zu lockern, ist deshalb nicht notwendig.

Referendum: bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften

Natur- und Tierschutzorganisationen haben deshalb das Referendum gegen das neue Gesetz ergriffen und müssen nun bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften sammeln. 

Unterstützt werden sie dabei von folgenden Organisationen und Institutionen: Pro Natura, Birdlife Schweiz, WWF Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz, Mountain Wilderness, Schweizer Tierschutz STS, Stiftung Tier im Recht TIR, NetAP Network for Animal Protection, Tierpartei Schweiz, Verein CHWolf, Fondation Franz Weber, Helvetia Nostra und Zürcher Tierschutz (Stand September 2019). Auch Die SP und die Grünen unterstützen das Referendum. Gesammelt wird auch in Zoos und Tierparks, etwa im Zoo Zürich und Tierpark Goldau.

20.09.2019

Foto: Nicolas Armer, Keystone

Neue Studien weisen nach, dass die weltweit häufig eingesetzten Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide mit verantwortlich sind am dramatischen Rückgang der Vogelpopulationen in Landwirtschaftsgebieten.

Der TagesAnzeiger gibt einen Überblick über die kürzlich publizierten wissenschaftliche Arbeiten, eine davon über Untersuchungen an Sperlingen der Universität Neuchâtel.

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