Bild © Alexis LOURS BiologieMensch & TierTippsGalerie Biologie Die Nosferatuspinne ist eine ursprünglich mediterrane Art aus der Familie der Kräuseljagdspinnen, die sich seit den 1990er-Jahren auch in der Schweiz etabliert hat. Sie kommt vor allem im Tessin und entlang des Genfersees, zunehmend aber auch in urbanen Gebieten des Mittellands vor. Sie jagt nachts aktiv, macht keine Netze und ernährt sich von Insekten und anderen kleinen Gliederfüssern. Tagsüber versteckt sie sich in Spalten, unter Rinde oder in Gebäuden. Ihre Ei-Kokons bewacht das Weibchen bis zum Schlüpfen. Erkennungsmerkmale Grosse, kräftig gebaute Spinne mit beige-braunem Körper, dunklem „Totenkopf“-Muster auf dem Vorderkörper und stark bedornten Beinen. Gehört zu Spinnen Masse Körperlänge: Weibchen 15–20 mm, Männchen 10–15 mm; Beinspannweite: bis 5 cm Ähnliche Arten Mit einheimischen Spinnenarten kaum zu verwechseln. Ähnlichkeiten bestehen allenfalls mit grösseren Laufspinnen, die jedoch ein anderes Zeichnungsmuster zeigen. Aktivitätszeit Ganzjährig aktiv, v. a. im Herbst in menschlichen Gebäuden auffällig, wenn sich ausgewachsene Tiere auf Partnersuche befinden. Lebensraum Ursprünglich in warmen, felsigen Lebensräumen zuhause, inzwischen häufig in Gebäuden, Treppenhäusern, Kellern und auf Terrassen. In der Schweiz v. a. im Siedlungsraum bis ca. 800 m ü. M. Mensch & Tier Konflikte Gelegentliche Ängste wegen der auffälligen Erscheinung und Nähe zum Menschen. Falschmeldungen über Gefährlichkeit kursieren in sozialen Medien. Fördermaßnahmen Keine aktiven Fördermassnahmen notwendig. Die Art breitet sich durch steigende Temperaturen und Urbanisierung selbstständig weiter aus. Beobachtungstipps Im Herbst lohnt sich ein Blick in Hauseingänge, Keller oder Treppenhäuser – dort sieht man erwachsene Nosferatuspinnen an Wänden oder in Ecken sitzen. Mit einer Taschenlampe lassen sich nachts jagende Tiere auch an Hauswänden beobachten. Wer genau hinschaut, erkennt das typische Totenkopf-Muster auf dem Vorderkörper – namensgebend für ihren „Nosferatu“-Ruf.